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Überblick

Ignite-UX ist primär ein Tool für die zentrale Installation des Betriebssystems HP-UX innerhalb einer Systemumgebung.
Zusätzlich bietet Ignite-UX die Möglichkeit, System Recovery Archives (Tape bzw. Network) von HP-UX Systemen zu erstellen, die ein schnelles Recovery der betreffenden Systeme im Ernstfall ermöglichen.
Ziel dieses Dokuments soll es sein, die notwendigen Schritte zum Erstellen eines Network Recovery Archives sowie die Wiederherstellung der Systeme zu erläutern.

Installation von Ignite-UX

Auf dem Server

Ignite-UX kann kostenlos unter der folgenden Internetadresse bezogen werden:
http://www.hp.com/go/ignite-ux(external link)
Vor der Installation sollten die notwendigen Patche installiert werden.
Kopiere die Patche nach /tmp, wechsel nach /tmp und unshar diese:
cd /tmp ; sh PH[xx_xxxx]

Starte swinstall zum installieren der Patche.
Beispiel:
swinstall -x autoreboot=true -x match_target=true –s /tmp/PH[xx_xxxx].depot \*

Ignite-UX Installation

Bevor mit der Installation begonnen wird, sollte der NFS Server gestartet sein. Bei der Installation wird die /etc/exports (HPUX 11i <= v2) oder die /etc/dfstab (HPUX 11i v3) für der Export des /var/opt/ignite/clients Directory konfiguriert.
Zum installieren des Ignite-UX-11-*_HP-UX_B.11.??_32+64.depot depot vom /tmp Verzeichniss, starte folgendes Kommando:
swinstall -s /var/tmp/Ignite-UX-11-*_HP-UX_B.11.??_32+64.depot \*

oder auch von einem SD depot Server mittels:
swinstall -s [SD Server]:[DEPOT PATH]/Ignite-UX-11-*_HP-UX_B.11.??_32+64.depot \*

Server Konfiguration für Client backups

Nach der Installation sollte sichergestellt werden, daß der NFS Server tatsächlich läuft.
ps -ef | grep nfsd

Falls dies nicht der Fall ist, muß in dem File /etc/rc.config.d/nfsconf der Parameter NFS_SERVER=1 gesetzt werden und der NFS Server gestartet werden:
/sbin/init.d/nfsserver start
.
und auch der client share /var/opt/ignite/clients manuell konfiguriert werden.
NFS export für HPUX 11i v2 oder frühere Versionen
cat /etc/exports

/var/opt/ignite/clients -anon=2

exportfs -a


NFS export für HPUX 11.31
cat /etc/dfs/dfstab

share -F nfs -o anon=2 /var/opt/ignite/clients

shareall

Jetzt ist der Server in der Lage Konfigurationfiles der Clients abzulegen.

NFS Konfiguration für Client OS Images

Die NFS shares für ein Client OS Image backup muß ebenfalls konfiguriert werden.
Ich lege diese nach folgender Definition an:
[NFSSERVER]:/[ARCHIVE_ROOT]/`hostname`/`uname -r`
NFS_SERVER: Dies kann der IgniteUX Server, oder auch jeder andere NFS Server sein. Bevorzugt setze ich, falls vorhanden, ein NAS System ein.
ARCHIVE_ROOT: ist das Basis Directory unter dem alle OS Client images abelegt werden sollen.
Man kann jeden Client einzeln konfigurieren (sichere Methode) oder aber auch das Basis Directory exportieren. Die Berechtigungen müssen auf dem Archive directory wie folgt gesetzt sein:
chown -R bin:bin  /[ARCHIVE_ROOT]/`hostname`
chmod -R 750 /[ARCHIVE_ROOT]/`hostname`


NFS export für HPUX 11i v2 oder frühere Versionen
cat /etc/exports

/var/opt/ignite/archives -anon=2

oder
/var/opt/ignite/archives/Server1 -anon=2
/var/opt/ignite/archives/Server2 -anon=2
/var/opt/ignite/archives/Server3 -anon=2
...

exportfs -a


NFS export für HPUX 11.31
cat /etc/dfs/dfstab

share -F nfs -o anon=2 /var/opt/ignite/archives

oder

share -F nfs -o anon=2 /var/opt/ignite/archives/Server1
share -F nfs -o anon=2 /var/opt/ignite/archives/Server2
share -F nfs -o anon=2 /var/opt/ignite/archives/Server3
...

shareall


Ignite-UX recovery commands depot

Damit man die Ignite-UX recover commands für die Clients installieren kann, muß das depot auf dem Server angelegt sein. Dies überprüft man mittels:
swlist -l depot @ [Ignite Server]

Folgendes depot muß angelegt sein /var/opt/ignite/depots/recovery_cmds. Wenn dieses depot nicht existiert kann es mit dem cammand pkg_rec_depot (1m) angelegt werden:
/opt/ignite/lbin/pkg_rec_depot

Wenn usätzliche Ignite-UX Komponenten auf dem Ignite-UX Server installiert werden, kann man ein neu anlegen (force) erzwingen mittels:
/opt/ignite/lbin/pkg_rec_depot -f

Ein automatisches Updated des Ignite-UX recovery_cmds depot erfolgt bei jedem Ignite-UX Software Update.

Auf dem Client

Es kann sowohl die komplette Software [siehe Server Installation] oder nur die recovery tools vom Ignite Server installiert werden:
/usr/sbin/swinstall -x mount_all_filesystems=false -s [Ignite Server]:/var/opt/ignite/depots/recovery_cmds "IUX-Recovery"


Basis HP-UX Betriebssystem Installation konfigurieren

Dieser Schritt kann zwar auch ohne einen Ignite-UX Server mit swinstall von einem Datenträger ausgeführt werden, in diesem Beispiel einer HP-UX 11i v3 Installation wird jedoch ein Netzwerk Depot als Softwarequelle verwendet.
Richten Sie das zu verteilende 11i v3 Basis Betriebssystem auf dem Ignite-UX Server ein. Geben Sie folgende Befehle ein:
/opt/ignite/bin/make_depots  -r B.11.31 -s [Server]:/depots/11.31/BASE

Der Befehl make_depots kopiert die Software von HP-UX 11i v3 (B.11.31) aus dem SD-Depot, auf das die Option -s verweist (der Pfadname hängt von der Position des verwendeten SD-Depots ab), auf den lokalen Ignite-UX Server.
wobei Server der Name des Servers ist, auf dem sich das Depot befindet.
Das depot kann aber auch direkt von einer DVD/CD eingelesen werden.
/opt/ignite/bin/make_depots -r B.11.31 -a <700/800> -s /dev/cdrom

Der Befehl make_config fügt diese Software dann als für Ignite-UX Installationen verfügbare Konfiguration hinzu.
/opt/ignite/bin/make_config -r B.11.31

Sie können auch make_config aufrufen und diesen Befehl direkt auf das ferne Depot verweisen lassen.

Booten und installieren des Clients

Der Client kann wie unter System Recovery beschrieben gebooted und installiert werden

System Installation mittels eines "Golden Images"

In diesem Abschnit wird ein ein "Golden Image" erstellt. Dies ist eine Momentaufnahme einer betriebsbereiten Installation, die auf andere Systeme kopiert werden soll. Das "Golden Image" ist ein Archiv im Format tar oder cpio, das auf andere Client Systeme verteilt werden soll.
Dabei wird auch beschrieben, wie ein Image erstellt und unter die Steuerung von Ignite-UX gebracht wird. Anschließend werden Anwendungen und Patch Pakete speziell für dieses Image hinzugefügt. Beachten Sie, daß Ignite-UX für die Installation eines neuen Client Betriebssystems das Erstellen eines Image nicht unbedingt erfordert. Dieser Mechanismus wird hier lediglich verwendet, weil die Installation eines Abbilds schneller ist als das Durchlaufen des gesamten swinstall Prozesses.
Dieser Ansatz bietet eine Reihe von weiteren Vorteilen:
  • Da das Image über das Netzwerk direkt auf die Platte übertragen wird, läuft der Installationsprozess erheblich schneller ab als der swinstall Prozess. Die Zeitersparnis hängt von der Größe der Installation und von der Kapazität des Netzwerks ab. Ein typisches Image kann in etwa in 30 Minuten installiert werden.
  • Statt einer aufwändigen Fehlersuche und -behebung auf einem Client ist es häufig kostengünstiger, eine komplette Neuinstallation des Betriebs­systems mit einem bekannten funktionierenden Systemabbild durchzuführen.
  • In Verbindung mit "datenlosen Basis Installationen" (alle Applikationsdaten werden auf separaten Systemen [NAS, SAN ...] gespeichert) wird die erforderliche Zeit zum Austauschen oder Umziehen eines Systems deutlich reduziert.
  • Nachdem ein Image erstellt wurde, kann es sehr einfach auf viele andere Clients übertragen werden. Folgeinstallationen erfordern nur minimale oder gar keine Benutzereingriffe. Dadurch wird auch das Fehlerrisiko erheblich gesenkt.
Die von Ignite-UX verwendete Struktur der Konfigurationsdateien ist auf der Handbuchseite instl_adm(4) ausführlich dokumentiert. Die wichtigste Datei, die als erste eingelesen wird, ist die Datei /var/opt/ignite/INDEX. Mit ihr wird ermittelt, welche Software zur Verfügung steht. Diese Datei verweist auf zusätzliche Dateien, in denen Optionen und Konfigurationen ausführlich angegeben sind.

Erstellen des "Golden Images"

Der Befehl make_sys_image unterstützt Sie beim Erstellen des Image. Hinweise hierzu finden Sie auf der Handbuchseite make_sys_image(1m). Der Befehl befindet sich unter /opt/ignite/data/scripts.

  • Kopieren Sie auf dem System /opt/ignite/data/scripts/make_sys_image nach /tmp.
    cp /opt/ignite/data/scripts/make_sys_image /tmp
  • Legen Sie die Berechtigungen für /tmp/make_sys_image so fest, dass Sie die Datei ausführen können.
    chmod +x /tmp/make_sys_image
  • Erstellen Sie auf dem Ignite-UX Server ein Archivverzeichnis zur Speicherung des Archivs mit dem idealen Modellbild:
    mkdir -p /var/opt/ignite/archives/GoldenImage/B.11.31
Am besten behalten Sie die Namenskonvention B.11.31 (bzw. des von Ihnen verwendeten Releases [uname -r auf dem Client]) bei. Dieses Verzeichnis muss mit NFS exportiert werden, wenn Sie NFS zur Übertragung des Archivs an den Client verwenden.
  • Geben Sie auf dem Client System folgendes ein:
    /tmp/make_sys_image [Optionen]

    WICHTIG: Verwenden Sie das System nicht, solange make_sys_image läuft. In diesem Schritt werden Gerätedateien entfernt, und die Netzwerkinformationen zu Host und/oder Netzwerk auf dem System werden zurückgesetzt. Nach Abschluss dieses Befehls werden diese Dateien wieder eingespielt. Es erscheint folgende Meldung:
    WARNING: CLEAN_LEVEL set to 2: (see -l option for make_sys_image(1M))
             While this command is executing at clean level 2, the system
             should be as quiet as possible.  The host and/or networking
             information on the system are temporarily set to newconfig
             values.  After the command is complete these files are 
             returned to their previous state.
    
HINWEIS: Standardmäßig speichert make_sys_image das Archiv im Verzeichnis /var/tmp mit dem Namen `hostname`.gz, und alle spezifischen Host Informationen, Gerätedateien, Protokolldateien und Netzwerkdaten werden entfernt. Sie können auch angeben, dass make_sys_image das Archiv auf einem fernen Server speichern soll. Unabhängig davon, für welche Methode Sie sich entscheiden, muss genügend Speicherplatz zum Ablegen des Archivs zur Verfügung stehen. Der erforderliche Speicherplatz entspricht ungefähr der Hälfte der Datenmenge auf Ihrem System (bei einer angenommenen Komprimierungsrate von 50 Prozent).
  • Ein Archiv auf einem fernen Server erstellt man mit folgenden Optionen:
    /tmp/make_sys_image -d Verzeichnis_für_Archiv -s Zielsystem_IP-Adresse

    als Beispiel:
    /tmp/make_sys_image -d /var/opt/ignite/archives/GoldenImage/`uname -r` -s 10.16.17.18

    WICHTIG: Unter Umständen kann ein Fehler wie der folgende auftreten:
    ERROR: Cannot remsh server Systemname (check server .rhosts file).

    Fügen Sie in diesem Fall den Namen des Clients der Datei /.rhosts auf Ihrem Ignite-UX Server hinzu, wie im folgenden Beispielseintrag:
    Client root
Der Befehl make_sys_image kann ein Archiv im tar-, cpio- oder, bei C.7.0.x und höher unter HP-UX 11i v3, pax Format erstellen, das mit einer auswählbaren Komprimierungsmethode komprimiert wurde. HP empfiehlt tar (Standard) als Archivformat und gzip (Standard) zur Komprimierung.

WICHTIG: Bei der Verwendung des Formats pax (erfordert C.7.0.x und HP-UX 11i v3), sollten Sie die Größe Ihrer Archive vorsichtig wählen. Die in tar- und cpio Archiven enthaltenen Dateien müssen kleiner als 8 GB sein. Wenn Sie sich auf diese Einschränkung verlassen haben, um die Ihre Archivgröße zu begrenzen, beachten Sie, dass es diese Einschränkung beim Format pax nicht gibt und dass dieses Format daher große Dateien in einem Archiv ermöglicht.

Konfiguration des Ignite-UX Servers

Zum Erstellen einer Ignite-UX Konfigurationsdatei für das "Golden Image" verwenden Sie die Musterdatei: /opt/ignite/data/examples/core11.cfg
  • Erstellen Sie eine Kopie der Muster-​Konfigurationsdatei:
    cp /opt/ignite/data/examples/core11.cfg /var/opt/ignite/data/Rel_B.11.31/GoldenImage_cfg

    Der Name der Zieldatei kann frei gewählt werden. Sie können die Konfigurationsdateien an einer beliebigen Stelle auf einem System Ihrer Wahl speichern. Ignite-UX verwaltet die Namen und Positionen über die Datei /var/opt/ignite/INDEX. Die Datei muss über tftp aufgerufen werden können.
  • Ändern Sie die Datei GoldenImage_cfg und richten Sie das Image für die NFS-Übertragung ein. (Weitere Informationen hierzu finden Sie im Beispiel für sw_sel nach diesen Anweisungen. Verwenden Sie für Ihre Systeme geeignete Werte.) Die wichtigsten Änderungen sind:
    • Ändern Sie im Abschnitt sw_sel Folgendes:
      nfs_source = "10.2.72.150:/var/opt/ignite/archives/Rel_B.11.31"

      Durch diesen Eintrag wird nfs_source auf das Verzeichnis verwiesen, in dem sich das Archiv befindet, das über NFS exportiert sein muss.

    • Ändern Sie im Abschnitt init sw_sel Folgendes:
      description = "Archive HP-UX 11.31 rx2660"

      Diese Konfiguration erscheint als Auswahl zur Betriebs­systemumgebung unter der Registerkarte „Basic“ (siehe „Registerkarte „Basic““) in der Ignite-UX GUI.

    • Sorgen Sie dafür, dass die folgende Variable gesetzt ist:
      archive_path = "Hostname.gz"

      Dabei gilt: Hostname verweist auf die tatsächliche Datei in Kombination mit der Zeile nfs_source.

    • Fügen Sie Zeilen impacts im Abschnitt init sw_sel hinzu, indem Sie den Befehl archive_impact ausführen: Der Beispielbefehl unten gibt ein tar Archiv an, das mit gzip komprimiert wurde. Weitere Informationen finden Sie auf der Hilfeseite archive_impact(1M).
      /opt/ignite/lbin/archive_impact -t -g Archivdatei
    • Fügen Sie die Ergebnisse in die Datei ein, so dass sie die Musterzeilen impacts ersetzen.

    • Überprüfen Sie den Abschnitt init sw_sel "English" und ändern Sie ihn, so dass er die Sprachumgebungen enthält, die im idealen Modellbild verfügbar sein sollen.
      Ein Eintrag in der Liste mit den Sprachumgebungen hat folgendes Format:

      "Sprachumgebung:Beschreibung"

      wobei Sprachumgebung der Name einer Sprachumgebung ist, der in der Ausgabe des Befehls locale -a angezeigt wird, der auf dem System mit dem idealen Modellbild ausgeführt wird (Beispiel: ja_JP.SJIS). Beschreibung ist eine Textfolge, die diese bestimmte Sprachumgebung beschreibt. Die Textfolge Beschreibung darf keine Leer- und Tabulatorzeichen enthalten. Wenn in der Beschreibung mehrere Wörter erforderlich sind, verwenden Sie Unterstreichungszeichen. Die Einträge in der Liste mit den Sprachumgebungen müssen in doppelte Anführungszeichen eingeschlossen werden.

      Die folgende Zeile würde beispielsweise die japanischen und englischen Sprachumgebungen auf dem System zur Verfügung stellen:

      locale = { "ja_JP.SJIS:Japanese", "ja_JP.eucJP:Japanese", "ja_JP.utf8:Japanese", "SET_NULL_LOCALE:English", "C:English" }

      Die Sprachumgebungszeile in der Konfigurationsdatei sollte nicht umbrochen, sondern eine fortlaufende Zeile sein. Fügen Sie nur Sprachumgebungen hinzu, die im idealen Modellbild enthalten sind.
      Beachten Sie, dass eine aufgelistete Sprachumgebung über itool ausgewählt werden kann. Jede bei der Erstellung eines idealen Modellbilds vorhandene Sprachumgebung ist auch auf allen Systemen verfügbar, die mithilfe dieses idealen Modellbilds installiert worden sind, unabhängig davon, ob sie aufgelistet wurde oder nicht.

      Der vollständige sw_sel-Abschnitt sollte wie folgt aussehen:
       init sw_sel "golden image" {
              description = "Archive HP-UX 11.31 rx2660"
              sw_source = "core archive"
              sw_category = "HPUXEnvironments"
              archive_type = gzip tar
              # For NFS, the path to the archive is relative to the mount
              # point specified in the sw_source: 
              archive_path = "Hostname.gz"
              # ftp/remsh sources can use a full path:
              # archive_path = "/pub/IUXarchives/B.11.31_CDE.gz"
              impacts = "/" 23Kb
              impacts = "/.dt" 35Kb
              impacts = "/TT_DB" 18Kb
              impacts = "/etc" 1375Kb
              impacts = "/export" 1Kb
              impacts = "/opt" 74079Kb
              impacts = "/sbin" 13449Kb
              impacts = "/stand" 1Kb
              impacts = "/tmp" 1Kb
              impacts = "/usr" 225459Kb
              impacts = "/var" 5736Kb
            } = TRUE 
  • Fügen Sie die neue Konfigurationsdatei (GoldenImage_cfg) Ignite-UX hinzu:
    Bearbeiten Sie die Datei /var/opt/ignite/INDEX, um eine neue Konfiguration in Ignite-UX zu installieren. Fügen Sie für dieses Beispiel wie folgt einen neuen cfg-Abschnitt hinzu:
     
          cfg "HP-UX B.11.31 archive" {
            description "Beschreibung des Archivs..." 
            "/opt/ignite/data/Rel_B.11.31/config"
            "/var/opt/ignite/data/Rel_B.11.31/GoldenImage_cfg"
            "/var/opt/ignite/config.local"
          }


    Die wichtigste Zeile ist die mit dem Eintrag ))GoldenImage_cfg((. Die Dateien config und config.local enthalten Standardkonfigurationen.

    Die Datei /var/opt/ignite/config.local sollte die letzte Datei im cfg-Abschnitts sein. Die letzte Konfigurationsdatei hat die höchste Priorität und kann die Werte in den davor aufgeführten Konfigurationsdateien überschreiben.

    Die Datei /opt/ignite/data/Rel_B.11.31/config stellt die Standardwerte für die Platte und das Dateisystem zur Verfügung sowie weitere für Ignite-UX erforderliche Steuerinformationen. Diese Datei muss die erste in jedem cfg Abschnitt sein.

    Jeder cfg-Abschnitt erscheint in Ignite-UX als verfügbare Konfiguration. Die Zeichenfolge HP-UX B.11.31 archive wird somit als gültige Konfiguration angezeigt.

  • Der Ziel Client muss über NFS Zugriff auf das Archiv haben. Im sw_source-Abschnitt im vorigen Schritt haben wir die Position des Archivs mit dem idealen Modellbild als Datei auf einem NFS Server angegeben. Sie müssen sicherstellen, dass die Clients Zugriff auf dieses Verzeichnis haben.

    • Für HP-UX 11i v3 Systeme:
      • Bearbeiten Sie die Datei /etc/dfs/dfstab auf dem Ausgangs-Client.
      • Fügen Sie ,ro=Ziel-Client zum Argument -o der Zeile des Ausgangs Clients hinzu, wobei Ziel Client ein vollständig angegebener Client Name ist.
      • Führen Sie folgendes aus.
        shareall -F nfs

    • Für HP-UX 11i v1 und 11i v2 Systeme:
      • Bearbeiten Sie die Datei /etc/exports auf dem Ausgangs Client.
      • Fügen Sie :Ziel Client am Ende der Zeile des Ausgangs Clients an, wobei Ziel Client der Host Name des Zielsystems ist.
      • Führen Sie folgendes aus.
        exportfs -av

      Weitere Informationen siehe dfstab(4) oder exportfs(4).

Booten und installieren des Clients

Der Client kann wie unter System Recovery beschrieben gebooted und installiert werden

Erstellen eines Recovery Archives

Zeitlicher Ablauf zum Erstellen eines IgniteUX Recovery Archives
Image
IgniteUX Backup

In allen Projekten habe ich das make_net_recovery.sh script meiner Shell Programmierumgebung genutzt um IgniteUX System Images zu erstellen. Es hat sich gezeigt, dass in größeren Server Landschaften eine zentrale Konfiguration sinnvoll ist.

System Recovery

Zeitlicher Ablauf für ein IgniteUX Recovery Szenario.
Image
IgniteUX Recovery


Booten über LAN

Itanium Server

Boot Prozess unterbrechen
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und in die EFI shell wechseln
Image

Nicht Cell basierte IgniteUX IA Clients
lanboot select auf nicht Cell basierenden Servern.
Image
Dies setzt einen bootp Server im gleichen Subnet vorraus!

Cell basierte IgniteUX IA Clients
Eine auch die Möglichkeit, auf dem Client schon alle Informationen zu defin ieren, damit dieser den IgniteUX Server erreichen kann sowie den Ort des RAM disk Image zum booten.
Möglichkeiten:
  1. lanboot select ohne zusätzliche Optionen über bootpd wie oben beschrieben
  2. lanboot select mit Optionen um den IgniteUX Server direkt anzuschrechen
    Auf der Console des IgniteUX Client Servers wird in der EFI SHELL folgendes Kommando abgesetzt:
    lanboot select -sip [Server IP] -cip [Client IP] -m [netmask] -b "/opt/ignite/boot/nbp.efi"

    Image
  3. mittels dbprofile (direct boot profile) um den IgniteUX Server direkt anzusprechen
    Man kann mittels des dbprofile (direct boot profile) mehrere Profile hinterlegen und dann mit dem lanboot select -dn [dbprofile Name] die definierten Server ansprechen.
    dbprofile -dn IGNITE_1 -sip [Server IP_1] -cip [Client IP] -m [netmask] -b "/opt/ignite/boot/nbp.efi"
    dbprofile -dn IGNITE_2 -sip [Server IP_2] -cip [Client IP] -m [netmask] -b "/opt/ignite/boot/nbp.efi"
    ...
    lanboot select -dn IGNITE_?

    Image

PARISC Server

booten des PARISC Systems über bootp
Wird das System manuell gestartet muß für die Ausführung des Befehls boot lan.[IP-Adresse] install im gleichen Subnet ein bootp Server oder bootp Helper konfiguriert werden.
boot helper für PARISC Server
In diesem Abschnitt wird die Konfiguration des Starthilfesystems beschrieben.
Zum Starten von HP-UX über ein Gateway hinweg benötigen Sie ein System am lokalen Subnetz, das dem Zielsystem einen minimalen Core-Systemkern bereitstellen kann (RAM disk Image).
  • Installieren der Ignite-UX Recovery Software auf dem Hilfesystem:
    /usr/sbin/swinstall -x mount_all_filesystems=false -s [Ignite Server]:/var/opt/ignite/depots/recovery_cmds \*

    alternativ kann man auch nur die Boot Kernel Filesets der entprechenden Betriebssystem Versionen installieren
  • Rufen Sie auf dem Hilfesystem den folgenden Befehl auf, um auf INSTALLFS auf den richtigen Ignite-UX-Server zu verweisen:
    /opt/ignite/bin/instl_adm -t [IUX_Server_IP]
  • Vergewissern Sie sich, daß INSTALLFS auf den richtigen Ignite-UX-Server und das richtige Gateway für Ihr Subnetz verweist:
    /opt/ignite/bin/instl_adm -d
  • Angeben der temporären IP-Adresse für das Hilfesystem
    Fügen Sie in der Datei /etc/opt/ignite/instl_boottab die IP-Adressen ein, die die Clients für den Systemstart verwenden können. Das ferne Subnetz benötigt beim ersten Systemstart temporäre IP-Adressen. Diese Adressen sind in der Datei /etc/opt/ignite/instl_boottab angegeben; sie wurden bei der ersten Installation des IUX-Servers bereitgestellt. Das ferne Gateway kann diese Adressen jedoch nicht verwenden. Das Hilfesystem muß daher eigene Adressen bereitstellen. Erstellen Sie eine Datei /etc/opt/ignite/instl_boottab auf dem Starthilfesystem mit Zeilen im folgenden Format (siehe auch die Datei /etc/opt/ignite/instl_boottab auf dem IUX-Server).
    Beispiel:
     192.168.5.10
     192.168.5.11
     192.168.5.12
    
  • Erneutes Starten des Zielsystems, Unterbrechen der Startsequenz mit <esc> und Eingabe des folgenden Befehls:
    boot lan.[Hilfesystem_IP_Adresse] install



Booten des Client Systems vom IgniteUX Server

Ein HP-UX System kann den Ignite-UX-Server über ein Gateway hinweg verwenden, wenn das laufende Zielsystem über den Befehl bootsys gestartet wird. Ich empfehle dringend vorher folgende Netzwerkprotokolle zu überprüfen!
check IgniteUX network connection
Nach den erfolgreichen Tests kann der Client mittels folgendem Kommando gebooted werden:
/opt/ignite/bin/bootsys -wv -R [HPUX Version] [Client Name]

zum Beispiel:
/opt/ignite/bin/bootsys -wv -R B.11.31 hp018


Installation des IgniteUX Clients

Auswahl des zu installierenden OS Systems
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... download des IINSTALL RAM disk file (minimales Operating System)
Image
Auswahl des Keyboards
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Installation Welcome to Ignite-UX! Seite zur Auswahl von Install HP-UX
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auf dieser Seite kann man zwischen drei Optionen wählen:

Post Recovery Tasks


System Recovery von Images

Files vom Backup Image einlesen

Files vom Tape einlesen


Der Restore is relative zum CWD. Da wir mit dem norewind device Xmn arbeiten, immer daran denken das Tape zurück zu spulen und wieder ein file weiter, um die archivierten files ansprechen zu können.

Ein File Listing erhält man mit:
cd tmp
mt -f /dev/rmt/0mn rew
mt -f /dev/rmt/0mn fsf 1
tar tvf /dev/rmt

z.B. :Einlesen des /etc/rc.config.d/netconf -> file beinhaltet Information über das Netzwerk
cd tmp
mt -f /dev/rmt/0mn rew
mt -f /dev/rmt/0mn fsf 1
tar xvf /dev/rmt/0mn /etc/rc.config.d/netconf



Einrichten der boot protocol server für Ignite-UX clients

Dieser Abschnitt beschreibt wie man boot protocol server für Ignite-UX clients einrichtet. Das bootp wird für Itanium (IA) Server und das instl_bootd für PARISC Server benötigt.

bootp für Itanium Server

instl_bootd für PARISC Server

Einrichten eines boot helper